
Volksbefragung Unterbürg: So hat St. Johann abgestimmt
Soll die Hofstelle Unterbürg als Gewerbegebiet gewidmet werden? Das war heute das Thema einer Volksbefragung in St. Johann. Dabei haben sich die Gegner mit einem klaren Nein gegenüber den Befürwortern durchgesetzt: 55,8 Prozent stimmten gegen das geplante Gewerbegebiet, hingegen waren 44, 2 Prozent dafür. Die Beteiligung lag bei 43 Prozent. Das Ergebnis ist nicht bindend.
„Dennoch nehmen wir das Ergebnis ernst und werden die Gründe dafür genau prüfen. Wir werden den Bedarf an Entwicklung für unsere heimischen Unternehmen weiter im Blick behalten und verantwortungsvolle Wege finden, um die wirtschaftliche Zukunft von St. Johann nachhaltig zu sichern."
Stefan Seiwald,
Bürgermeister St. Johann
Bürgermeister Stefan Seiwald in einer ersten Stellungnahme: „Das knappe Nein zum Projekt Unterbürg ist ein Ergebnis, das wir selbstverständlich respektieren – auch wenn es nur eine Momentaufnahme darstellt.“ Die intensive Diskussion im Vorfeld habe gezeigt, wie sehr dieses Thema die Menschen in unserer Gemeinde bewegt und teils auch gespalten habe. „Dennoch bin ich überzeugt, dass das Projekt Unterbürg eine große Chance für die zukünftige Entwicklung von St. Johann gewesen wäre.“
Eine erste Analyse des Ergebnisses zeige, so Seiwald, dass die Entscheidung nicht nur auf sachlicher Ebene getroffen wurde – auch gezielte Verunsicherung der Bevölkerung habe eine Rolle gespielt. „Dennoch nehmen wir das Ergebnis ernst und werden die Gründe dafür genau prüfen. Wir werden den Bedarf an Entwicklung für unsere heimischen Unternehmen weiter im Blick behalten und verantwortungsvolle Wege finden, um die wirtschaftliche Zukunft von St. Johann nachhaltig zu sichern. Ich danke allen für die offene und faire Diskussion – und bin überzeugt, dass wir als Gemeinde gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen können“, so der Bürgermeister.
Sie zeigt, dass Umweltschutzthemen die St. Johanner Bürger bewegen und dass sie Anteil an der Entwicklung ihre Heimatortes nehmen. Das ist schön.“
Martin Mallaun,
Freunde des Niederkaisers
Bei den Freunden des Niederkaisers ist die Freude über das Ergebnis über das Ergebnis naturgemäß groß. Als „Feiertag für St. Johann“ interpretiert Martin Mallaun, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative, das Ergebnis. „Es ist toll, dass erstmals in der Geschichte St. Johanns eine Volksbefragung überhaupt möglich geworden ist. Ebenso freuen wir uns über die hohe Beteiligung. Sie zeigt, dass Umweltschutzthemen die St. Johanner Bürger bewegen und dass sie Anteil an der Entwicklung ihre Heimatortes nehmen. Das ist schön.“